Nachlese

Die diesjährige Rallye war ein Erfolg auf ganzer Linie. Nicht nur das Wetter spielte mit. Auch hatten sämtliche Teilnehmer gute Laune und ein erstaunliches Stehvermögen mitgebracht.

Dies zeigte sich nicht zuletzt auf der abendlichen "Rallye-Nachbesprechung", die bis in die frühen Morgenstunden dauerte.

Insgesamt 20 Teams (Auto, Fahrer, Beifahrer) aller Altersklassen gingen an den Start, mehr als jemals zuvor. Die Teilnehmer des MTC 03 und der MSV-Hockey-Abteilung trafen sich um 13.00 Uhr im gemeinsamen Clubhaus. Dort wurden sie von Dirk Grotstollen und Willy Brinkmann begrüßt und Ihnen wurden die Fahrtunterlagen mit den Aufgaben ausgehändigt. Nachdem vermeintlich alle Fragen beantwortet waren, konnte das erste Team um 13.45 Uhr ins Rennen geschickt werden. Alle 3 Minuten wurde ein Team auf den ca. 60 km Kurs geschickt.

Aufgrund der unterschiedlichsten Fahrstile und der teilweise ausgiebigen, ja akribischen Suche nach den zu findenden Zeichen kam es hin und wieder vor, daß sich Fahrzeuge begegneten und gar überholten. So schaffte es das Team Nr. 9, als letzter ins Ziel zu kommen, wohingegen das Team Nr. 6 als erstes das Ziel um 17.25 erreichte. Den Weg dorthin mußte man anhand der Auswertung der Aufgabenblätter mit Hilfe von sog. "Chinesen-Zeichen" ermitteln.

Unterwegs mußten 37 Bilder und 51 Buchstaben gefunden werden. Bei der späteren Auswertung stellte sich heraus, daß alle Teams viele der Bilder und Buchstaben gefunden hatten. Nur wenige Bilder wurden kaum entdeckt. Erfreulich war, daß alle Bilder und Buchstaben mindestens von jeweils zwei Teams gefunden worden sind. Insgesamt hatten alle Teilnehmer eine hohe Fundquote zwischen 50% und 90%. Unterwegs waren zwei Prüfungen zu absovieren und zwei Fragebogen zu beantworten. Bei der ersten Prüfung auf einem Parkplatz am Üttelsheimer See mußte ein Original-Führerschein-Prüfungsbogen innerhalb weniger Minuten ausgefüllt werden. Das Ergebnis war eher erschreckend, so daß die Turnierleitung bei der späteren Siegerehrung betonte froh zu sein, daß alle Teams den heimatlichen Parkplatz ohne Schäden erreicht hatten. Nur zwei Teams beantworteten die Fragebögen fehlerfrei, insgesamt vier (von zwanzig!) Teams hätten die theoretische Führerschein-Prüfung bestanden! Der Rekord lag bei 47 von insgesamt möglichen 82 Fehlerpunkten bei 23 Fragen. Hierfür gab es aber z. B. nur 6 Minuspunkte, so daß dieser Teil keinen entscheidenden Einfluß aus das Gesamtergebnis hatte. Die zweite Prüfung mußte auf einem Parkplatz in Orsoy absolviert werden. Unter der Aufsicht unserer allseits inzwischen bekannten Eva, die sich spontan bereiterklärt hatte, diesen Teil zu übernehmen, mußten die Teams aneinander gebunden einen Slalom-Parcours bewältigen, wobei sie einen Tennis- und einen Hockeyball mit den dazugehörigen Schlägern balancierten. Eigentlich war dieses Spiel zur Auflockerung auf der langen Autofahrt gedacht. Doch angesichts der teilweise konträren Bewegungsabläufe und der manchmal sehr deutlichen Anweisungen der Paare untereinander hat die Rennleitung überlegt, ob nicht beim nächsten Mal ein anderes Spiel ausgewählt wird, zum Schutz der Paare voreinander! Gut, daß am Ende doch immer noch viel gelacht wurde.

Die Fragebögen betrafen jeweils bestimmte Örtlichkeiten. Dabei ist es eher verwunderlich, daß im Zeitalter des Handys und des Internet doch nicht alle Teilnehmer alle Fragen richtig beantwortet hatten. Fragebogen 1 betraf den Duisburger Hafen. Bei der Überquerung des Hafenkanals bzw. der Meidericher Schleuse (der Rhein-Herne-Kanal fängt später an!) mußte man erkennen, daß sich links, hinter dem Deich, die Ruhr befindet. Das hatten alle Teams richtig. Schwierigkeiten entstanden bei der Frage nach der Quelle der Ruhr (nur ein Team gab richtig den Ruhrkopf an) und nach der offiziellen Bezeichnung der Hafengesellschaft (Duisport AG). Auch die Einordung von Häfen nach ihrer Größe war offenbar schwieriger als erwartet (Dortmund < Duisburg < Hamburg < Rotterdam). Fragebogen 2 sollte an einem Parkplatz am Loheider See beantwortet werden. Die meisten Fragen konnten alle Teams be-antworten. So wurde das Errichtungsjahr der Loheider Mühle von fast allen richtig mit 1834 angegeben. In diesem Jahr waren übrigens Friedrich-Wilhelm III. König in Preußen und Ludwig I. König in Bayern. Auch hierzu wurden interessante alternative Lösungen angeboten.

{mosimage} Am Ende fand die Siegerehrung im Clubhaus statt. Alle Teams hatten das Ziel am Cafe Rheinblick in Baerl innerhalb der vorgegebenen Zeit erreicht. Die Auswertung der Fragebögen zog sich allerdings wegen der großen Teilnehmerzahl recht lange hin, bis am Ende der Sieger feststand. Es waren Nadine Forytarczyk und Christian Reintjes (90 Punkte). Zweiter wurden Michael Heimberg und Volker Krischok (87 Punkte), Dritter waren mit 85 Punkten Sandra Zirwes und Lars Manthei. Für die beiden letztplatzierten Teams gab es Trostpreise.

Im Anschluß wurde kräftig gefeiert. Bis in die frühen Morgenstunden dauerte die Party, auf der sich erfreulicherweise die Mitglieder des MTC 03 und der MSV-Hockey-Abteilung beim Bier und beim Tanzen näherkamen. Die Schlachtrufe einer nicht näher zu bezeichnenden Damen-Mannschaft müssen in ganz Meiderich zu hören gewesen sein. Fazit: Einen besseren Verlauf hätte man sich für diese gemeinsame Veranstaltung von MSV und MTC nicht denken können.

Allen Teilnehmern noch einmal ein herzliches Dankeschön fürs Mitmachen. 2003 gibt es bestimmt die nächste Rallye Monte-Meiderich.

Euer Dirk Grotstollen